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Wie gefährlich ist Tanning für die Haut? Risiken und Mythen

von Alex Grob     Venerdì 16.01.2026     0 Kommentare

Ein gebräunter Teint gilt für viele Menschen als Schönheitsideal – gesund, attraktiv und vital. Gerade in den Sommermonaten oder vor besonderen Anlässen greifen viele zu Selbstbräunern, Solarium oder ausgedehnten Sonnenbädern. Doch wie gefährlich ist Tanning tatsächlich für die Haut? Und welche Mythen halten sich hartnäckig, obwohl sie längst wissenschaftlich widerlegt sind?

Bräune – Zeichen von Gesundheit oder Gefahr?

Viele Menschen empfinden braune Haut als Zeichen für Gesundheit. In Wahrheit ist Bräune jedoch eine Schutzreaktion des Körpers. Wenn die Haut UV-Strahlen ausgesetzt ist, produziert sie Melanin – ein Pigment, das die DNA in den Hautzellen vor weiteren Schäden schützen soll. Das bedeutet: Bräune ist ein Zeichen dafür, dass die Haut bereits geschädigt wurde.

Diese Tatsache widerspricht der verbreiteten Annahme, dass ein gebräunter Teint grundsätzlich gesund sei. Tatsächlich erhöht jede UV-Belastung das Risiko für langfristige Hautschäden – von vorzeitiger Hautalterung bis hin zu Hautkrebs.

Tanning im Solarium – eine unterschätzte Gefahr

Viele setzen auf künstliche Bräune im Solarium, insbesondere in den Wintermonaten. Dabei wird oft übersehen, dass die dort verwendete UV-Strahlung besonders intensiv ist. Studien belegen, dass regelmässige Besuche im Solarium das Risiko für schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) deutlich erhöhen. Besonders alarmierend: Wer schon in jungen Jahren regelmässig ins Solarium geht, trägt ein bis zu 75% höheres Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.

Trotz dieser Zahlen halten sich viele Mythen hartnäckig – etwa die Annahme, dass der Solariumbesuch vor dem Urlaub als „Vorbräunen“ sinnvoll sei. Dermatologen widersprechen dem deutlich: Die Haut baut durch künstliche Bestrahlung keinen echten Schutz auf, sondern wird zusätzlich geschädigt.

Sonnenbaden – natürlich, aber nicht harmlos

Auch das klassische Sonnenbaden birgt Risiken. Zwar liefert Sonnenlicht das lebenswichtige Vitamin D, doch schon nach wenigen Minuten Sonnenexposition ist der Vitamin-D-Haushalt meist gedeckt. Längeres Sonnenbaden, insbesondere in der Mittagshitze, richtet mehr Schaden an als es Nutzen bringt.

Hautrötungen, Sonnenbrand und schlussendlich dauerhafte Schädigungen der Hautstruktur sind die Folge. Besonders gefährlich: UV-Strahlen dringen tief in die Hautschichten ein und können dort das Erbgut der Zellen verändern – ein schleichender Prozess, der häufig unbemerkt bleibt, aber dramatische Folgen haben kann.

Selbstbräuner – gesunde Alternative oder trügerische Sicherheit?

Selbstbräuner gelten als sichere Alternative zur Sonnenbräune. Tatsächlich erzeugen sie ohne UV-Strahlung einen gebräunten Teint, indem sie mit der obersten Hautschicht chemisch reagieren. Aus dermatologischer Sicht sind die meisten Produkte relativ unbedenklich, solange sie korrekt angewendet werden.

Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Manche Inhaltsstoffe können Allergien auslösen oder bei empfindlicher Haut zu Reizungen führen. Zudem schützt die aufgetragene Bräune nicht vor Sonnenstrahlung – viele unterschätzen das und verzichten auf Sonnenschutz, was wiederum das Risiko für Hautschäden erhöht.

Die unterschätzte Gefahr der Hautalterung

Ein weiterer Aspekt, der oft ausgeblendet wird, ist die vorzeitige Hautalterung durch UV-Strahlung. Wer regelmässig sonnt oder ins Solarium geht, riskiert tiefe Falten, Pigmentflecken und eine schlaffe Hautstruktur – oft schon im jungen Alter. Die sogenannten "Lichtschäden" summieren sich mit jeder UV-Dosis.

Viele Kosmetikfirmen bewerben Anti-Aging-Produkte, während der eigentliche Auslöser – übermässige UV-Belastung – ignoriert wird. Der beste Schutz gegen Hautalterung ist und bleibt ein konsequenter Sonnenschutz und der bewusste Verzicht auf künstliches Bräunen.

Wichtig: Tanning ist kein harmloser Schönheitstrend

Ob Sonnenbad, Solarium oder Selbstbräuner – Tanning birgt zahlreiche Risiken, insbesondere für die Hautgesundheit. Auch wenn ein gebräunter Teint als attraktiv gilt, lohnt es sich, die langfristigen Konsequenzen zu bedenken. Bräune ist kein Zeichen von Gesundheit, sondern ein Warnsignal des Körpers.

Wer sich dennoch bräunen möchte, sollte dies mit Bedacht tun, sich gut informieren und auf sichere Alternativen zurückgreifen. Schutz durch Sonnencreme, Kleidung und die Vermeidung der intensiven Mittagssonne sind einfache, aber wirksame Massnahmen, um die Haut zu schonen.



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