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Octomore Edition 7.1 / 208
Die Bruichladdich Brennerei bringt im Rahmen ihrer Octomore Familie in regelmässigen Abständen limitierte Editionen auf den Markt, bei denen es sich um di meist torfigsten / rauchigsten Whiskys der Welt handelt. Die hier verkostet Edition 07.1 wurde aus 100% schottischer Gerste destilliert und verfügt über einen satten Phenolgehalt von 208 ppm. Im Vergleich dazu weisen die ebenfalls auf Islay gebrannten rauchigen Vertreter wie Ardbeg, Lapahroaig oder Lagavulin in der Regel nur einen Phenolgehalt um die 40 ppm auf. Es sei jedoch auch vollständigkeitshalber erwähnt, dass der Phenolgehalt nicht unbedingt ein Indikator für die Rauigkeit des destillierten Whiskys sein muss, sondern sich auf das benutzte Malz bezieht.
Seit dem Jahr 2009 reifte der Octomore 07.1 für fünf Jahre lang in ex-Bourbon Fässern. Abgefüllt wird der Whisky in einer eindrucksvollen, eleganten und schwarz-matten Flasche. Der Torf steht hier also bewusst im Vordergrund und die Brennerei lässt sich die rauchigsten Whiskys der Welt gut bezahlen!
Whisky: Islay Single Malt
Alkoholgehalt: 59.5% Vol.
Alter: 5 Jahre
Zusatzinfo: 208ppm
Flaschengrösse: 70 cl
Produzent: Bruichladdich
# Trinkempfehlung
Pur geniessen oder mit einigen Tropfen Wasser
# Aroma und Geschmack
Nase: Erwartungsgemäss drückt zunächst eine ordentliche Rauchfront mit kalter Asche in die Nase, die aber deutlich leichter ausfällt, als es die nackten Daten (208 ppm) vermuten lassen. Der Rauch verzieht zügig und macht Platz für eine salzige Gischt / Meeresbriese, in die sich alsbald fruchtige Noten (Pfirsich und Kirsche) , Vanille und Mandeln mischen. Die Hinzugabe von ein paar Tropfen Wasser entzaubert dem Octomore nochmals neue Düfte und ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass mir das experimentieren mit Wasser bei diesem Whisky sehr viel Spass bereitet hat. Bei 2-3 Tropfen kommen Vanille-Noten sehr deutlich hervor und es kommt Zitrus- und Lakritz hinzu. Bei ca. 4-6 Tropfen geht die Vanille wieder in den Hintergrund und es dominiert nun Nougat und Milchschokolade.
Gaumen: Im Mund kommt dann die volle Rauchladung zur Geltung. Die Textur ist angenehm cremig. Asche und Pfeffer dominieren vorne auf der Zungenspitze und mischen sichEine wirklich gelungene Kombination aus Rauch und Süsse, die den Sensoren im Mund alles abverlangen. Asche und Pfeffer mischen sich mit süsslichen Honig, Vanille und Früchten. Auch hier kommt durch die Hinzugabe von Wasser die Vanille und brauner Rohrzucker hervor und bringt einen Hauch Zitrus und Mandelsirup mit sich. Nach hinten raus leicht salzig.
Abgang: Die süsslichen Raucharomen halten lange an. Jetzt mehr Zitrus und Salz.
Kontakt: putman@rpit.ch
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